Thursday 16 November 2017

Reise zum Mond

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84:18-20 Und dem Mond, wenn er voll wird. Ihr werdet eine Schicht nach der anderen besteigen. Was ist denn mit ihnen, dass sie nicht glauben?

Für viele von uns ist der Mond ein Symbol für die unvergesslichen Momente und die schöne Aussicht. Andererseits ist der Mond für den lunaren Kalender ein unfehlbares Hilfsmittel für die Berechnung. Mit Ebbe und Flut und der Anziehung, die der Mond auf unserer Erde verursacht, ist er seit eh und je ein Objekt der Neugierde gewesen und hat das Interesse der Menschen geweckt. Für den einen steht er für die Mathematik, die Astronomie und für den anderen für die Kunst und die Romantik. Seit jeher in der Geschichte stellte der Mond für die Menschen auch die Unerreichbarkeit dar. Zu den Zeiten, in denen der Koran unserem Propheten hinab gesandt wurde, war dies zweifellos so. Deshalb konnte damals aus den obigen Versen nicht verstanden werden, dass man in etwa 1400 Jahren zum Mond gehen würde. Im Koran werden die mit „wa“ (‘und’) beginnenden Formulierungen gebraucht, um auf eine Sache hinzuweisen. Einige Übersetzer übertragen dies als „Und bei…“, um diese Betonung wiederzugeben. Im Koran wird das Wort „kasim“ verwendet, um einen Eid zu leisten, weshalb wir „wa“ einfach als „und“ übersetzen und diese Betonung erklären. Nachdem mit „wa“ auf den Mond hingewiesen wurde, wird „Ihr werdet eine Schicht nach der anderen besteigen.“ ausgesagt. Die früheren Korankommentatoren verstanden den 18. und 19. Vers als getrennt voneinander und versuchten, die Besteigung der Schichten auf unterschiedliche Art zu bewerten. Denn nach ihrem Verständnis konnte man den Mond nicht erreichen, nicht einmal die Vorstellung davon wäre hinzunehmen gewesen. Selbst wenn, würde dies lediglich als ein romantischer Traum bleiben.

Mit diesen Gedanken verstand man unter dieser Formulierung den geistigen Aufstieg, den Übergang von der Erde ins Jenseits und die Phasen und Zustände, die der Mensch vom Sperma zur Jugend und von der Jugend zum Alter durchläuft. Jedoch wird im Vers ausgesagt, dass der Mensch in der Zukunft von einer Schicht zur anderen gehen wird. Prozesse wie der geistige Aufstieg oder der Übergang von der Kindheit ins Alter waren vor der Herabsendung des Koran, während der Herabsendung und auch danach bereits vorhanden. Aus diesem Grund denken wir, dass diese Anmerkungen zum Vers nicht die Wirklichkeit wiedergeben. In den Äußerungen des Verses ist von einem Ereignis aus der Zukunft die Rede und es wird infrage gestellt, wieso die Menschen nicht glauben, wenn dieses Ereignis geschieht. Das heißt, dass wenn dieses Ereignis in der Zukunft geschieht, es auch ungläubige Menschen geben wird. Außerdem beschreibt das im Vers vorkommende Wort „tabaqa“ an anderen Stellen des Koran, wie zum Beispiel in den Versen 67:3 und 71:17, materielle Schichten und keine geistige Schicht oder Zustände. Der Ausdruck „besteigen“ im Vers unterstützt die Ansicht, dass der Vers darauf hinweist, dass zum Mond gegangen wird. Dass der 18. Vers die Aufmerksamkeit auf den Mond lenkt und der 19. Vers von der Besteigung der Schichten spricht verstärkt die Idee des Übergangs von der Erde zum Mond mittels einer Weltraumfähre. (Im 18. Vers wird auf die Form des Vollmondes hingewiesen. Die tatsächliche Form des Mondes ist der Vollmond. Der Vollmond beschreibt den kompletten Mond, während die anderen Phasen nicht ihn, sondern nur Teile von ihm umschreiben. Dass der Vers insbesondere auf den Zustand des Vollmondes hinweist kann aus diesem Grund erfolgen. Gott ist der Wissende.)

 

Wieso sie nicht glauben

Das erste Weltraumfahrzeug in der Reihe der Annäherungsversuche zum Mond war am 12. September 1959 Luna 2, das von den Russen erbaut wurde. Im selben Jahr hat Luna 3 die versteckte Seite des Mondes fotografiert. Doch der für die Menschen wirklich wichtige Moment war am 21. Juli 1969, als Neil Armstrong zusammen mit seinen Kollegen und Apollo 11 (außerhalb der Erde zum ersten Mal) ihr Fuß auf den Mond setzten. Die Szenen dieser Vorgänge, die im Fernsehen in rauschenden Bildern beobachtet wurde, werden als eine der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte angesehen. Was früher in der Menschheitsgeschichte als unmöglich akzeptiert wurde, verwirklichte sich auf diese Weise. Einige Positivisten, die versuchten die Religion mit der Wissenschaft zu ersetzen, wollten dieses Ereignis gegen die Religion verwenden. Einige voreingenommene Religionsgelehrten meinten, dass wer behaupte, der Mensch sei zum Mond gegangen, ein Ungläubiger, Ableugner sei und dass dieser Vorfall nie stattgefunden habe. In Wirklichkeit aber ist dies ein Zeichen des Koran und statt dass dieses Ereignis der Religion widerspricht ist er einer der Tausenden Belege dafür, dass der Koran Gottes Buch ist.

Das, was wir beim Erreichen des Mondes sahen, zeigt uns die Kunst, die Macht und die Erhabenheit Gottes, so wie es das Wunder des Koran zeigt. Die Fotos von der Erde, die vom Mond aus gemacht wurden, zeigen ein weiteres Mal die Pracht der Kunst Gottes. Vom Zusammenhang des Mondes mit der Erde, der Masse des Mondes bis zur Distanz des Mondes zur Erde zeigt alles das Kunstwerk Gottes. Hätte beispielsweise die Masse des Mondes mehr bewogen oder wäre der Mond näher zur Erde, würden bei Ebbe und Flut sämtliche Oberflächen mit Wasser überdeckt und es wäre unmöglich gewesen, dass wir auf der Erde leben könnten.

Es ist ebenso interessant, dass nach dem 18. und 19. Vers, die darauf deuten, dass man zum Mond geht, der 20. Vers die Frage stellt: „Was ist denn mit ihnen, dass sie nicht glauben?“ Die Mondlandung und sämtliche Entdeckungen über den Mond zeigen die Vollkommenheit der Schöpfung Gottes. Doch die Religionslosen und Atheisten haben nicht aufgehört, sich gegenüber Gott aufzulehnen und abzuleugnen. Sie versuchten regelrecht, die Mondlandung als Sieg der Wissenschaft über die Religion zu behandeln. Diese falsche Bewertung können wir wie folgt erklären: sie glaubten, dass die Religion mit der Wissenschaft in einem Wettrennen war, und verstanden nicht, dass all dies ein Versuch ist, die Wissenschaft und die Kunstwerke Gottes zu verstehen. Die Wissenschaft besteht gänzlich aus den Regeln, die Er in die Materie legte. Die Wissenschaft ist eine Schöpfung Gottes, die Religion Seine Offenbarung, deshalb sind beide von Gott. Zwei Dinge, die von Gott kommen, können nicht zueinander in Widerspruch stehen. Die vorhandenen Widersprüche entstammen aus den Fehlern der Wissenschaftler oder noch mehr aus den Erfindungen der Religionsgelehrten, die sie im Namen der Religion brachten. Sie kommen nicht von der Religion selbst.

Der Vers nach den in diesem Kapitel betrachteten Versen lautet wie folgt:

84:21 Und, wenn ihnen der Koran verlesen wird, sich nicht niederwerfen?

Das Spalten des Mondes

54:1 Nähergerückt ist die Stunde und gespalten hat sich der Mond.

Im Koran gibt es einen zweiten Hinweis bezüglich der Mondlandung, was der oben zitierte Vers darstellt. Um dies besser zu verstehen, müssen wir das als „gespalten“ übersetzte Wort „shaqqa“ untersuchen. Das Wort „shaqqa“ bedeutet im Arabischen zweierlei Dinge: entzwei teilen, graben und umpflügen.

80:25-26 Wir gießen ja Güsse von Wasser, hierauf spalten Wir die Erde in Spalten auf.

Wie wir im 80. Kapitel des Koran sehen können wurde hier mit dem Wort „shaqqa“ ebenso der Vorgang erklärt, dass das Wasser in der Erde Wege öffnet und Veränderungen herbeiführt. Eine der wichtigsten Ereignisse bei der Mondlandung war es, vom Boden des Mondes Exemplare zu nehmen und auf die Erde zu bringen. Sämtliche Artikel, welche die Mondlandung beschreiben, heben hervor, dass die Astronauten vom Mondboden Probebeispiele mitgebracht haben. Mit diesem Ereignis wurde die Mondoberfläche in der Menschheitsgeschichte zum ersten Mal gescharrt, also das getan, was im Koran mit dem Wort „shaqqa“ unterstrichen wird.

So viel wir verstanden haben ist dieses Ereignis ein Zeichen für das Näherrücken des Jenseits. Da unser Prophet sowieso der letzte Prophet ist, zeigte sein Kommen auch schon das Näherrücken des Jenseits. Die Mondlandung hingegen macht nochmal klar, dass das Jenseits deutlich nähergerückt ist. Doch nur Gott kennt den genauen Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts und wie viel Zeit noch bleibt nach diesem Näherrücken.

Dass nach dem ersten Vers des 54. Kapitels im Koran noch 1389 Verse vorhanden sind, ist sehr interessant. Denn im Hidschri-Kalender fand die Mondlandung im Jahre 1389 statt. Auch der Zeitpunkt des Abhebens von Apollo11 auf dem Mond ist äußerst bemerkenswert. Gemäß EDT (Eastern Daylight Time) genau um 1:54:01. Die Kapitelnummer des Verses, das wir betrachten, ist 54. Im ersten Vers dieses Kapitels kommt die besprochene Formulierung vor, also in 54:1. Wie die Zeit im Weltall berechnet wird und um die Richtigkeit dieser Zeit zu sehen, können Sie die Webseite www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/AS11/a11facts.htm nachschlagen.

(Im zweiten Teil des Buches werden wir die mathematischen Ergebnisse des Korans begutachten. Wir werden dort so Gott will sehen, dass der mathematische Code und die mathematischen Übereinstimmungen unmöglich zufällig entstehen konnten.)

Wir haben das Zeichen im ersten Vers des 54. Kapitels gesehen, welches den Namen „Der Mond“ trägt. Der zweite Vers des Kapitels „Der Mond“ hingegen spricht jene an, die trotz der Beweise, die Gott zeigt, sich von ihnen abwenden:

54:2 Aber wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: Fortwährend Zauberei.

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