Monday 24 July 2017

Schwierigkeiten, zum Himmel emporzusteigen

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125 – … Und wen immer Er irreführen will, dem macht Er die Brust eng und angespannt, als ob er zum Himmel emporstiege.

6- Das Vieh, 125

 

Eine mit Mutlosigkeit geschlagene Person, die sich angespannt fühlt, wird verglichen mit einer Person, die zum Himmel emporsteigt. Heutzutage wissen wir, daß beim Aufstieg [auf Berge, in höher gelegene Gebiete] der atmosphärische Druck allmählich nachlässt, was den Blutdruck steigen lässt und die Funktion des Herzens und der Adern belastet; durch den Mangel an Sauerstoff werden zusätzlich die Lungen beeinträchtigt, was zusammengenommen ein Beklemmungsgefühl hervorruft. Wenn man immer höher steigt, kommt irgendwann der Moment, in dem man das Leben verliert.

Zur Zeit des Propheten gab es weder Luftschiffe noch Flugzeuge. [Der italienische Physiker und Mathematiker] Torricelli erfand 1643 das Quecksilber-Barometer, mit welchem er nachwies, daß die Atmosphäre Druck erzeugt. Zu jener Zeit von einer Verringerung des Drucks zu sprechen, war undenkbar; noch gab es verlässliche Informationen über die Zirkulation des Bluts oder über die Atemwege. Man kann vermuten, daß die Menschen Höhen erklommen und in Atemnot kamen, wenn sie höher und höher stiegen. Im Vers ist jedoch vom Aufstieg zum Himmel die Rede. Eine Person, die auf einem Berggipfel Atemnot verspürt, führt das womöglich nicht auf den Mangel an ausreichendem Sauerstoff in der Höhe zurück. Der Vers spricht von einem Prozeß, der stattfindet, wenn man zum Himmel aufsteigt. Es geht nicht um die Erfahrung, die man auf dem Gipfel eines Berges macht. Der Aufstieg zum Himmel hat eine viel weiter reichende Bedeutung.

 

Optimaler Luftdruck und Sauerstoffgehalt zur Aufrechterhaltung des Lebens

Der Sauerstoffgehalt der Luft und der Luftdruck sind so ideal, daß in einem Bereich vom Meeresspiegel bis hinauf in 3000 Meter Höhe der menschliche Körper ohne Schwierigkeiten funktioniert. In einer Höhe zwischen 3000 und 5000 Metern stellen sich erhöhter Blutdruck und Atemschwierigkeiten ein. In einer Höhe von 7500 Metern erfährt das Gewebe akuten Sauerstoffmangel. Oberhalb dieser Höhe stellt sich bei Menschen Ohnmacht ein; der Blutkreislauf, die Atmung und das Nervensystem beginnen zu stocken. Veränderungen des Luftdrucks beeinträchtigen den Kreislauf, indem der Druck, mit dem das Blut durch die Venen und Arterien fließt, erhöht wird. Die Balance der Gase im Vakuum unseres Körpers und die Verteilung der Gase (besonders des Stickstoffs) im Blut und im Gewebe wird durcheinander gebracht. Der mechanische Effekt eines plötzlichen Anstiegs und Falls des Blutdrucks ist das Reißen der Blutgefäße. Die Auswirkungen der Veränderungen der Gasmengen lassen sich folgendermaßen beschreiben: Reißen des Trommelfells, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung infolge der Veränderung der Luftmenge in den Nebenhöhlen, Zahnschmerzen, Schwierigkeiten, Darmwinde loszuwerden, Kolik…

Dank des idealen Sauerstoffanteils [in der Luft] können wir bequem atmen, und unser Kreislauf funktioniert richtig. [Der britisch-australische Biochemiker] Prof. Michael Denton sagt, eine leicht erhöhte Luftdichte würde den Luftwiderstand stark erhöhen, so daß es unmöglich wäre, ein Atmungssystem zu entwerfen, das genug Sauerstoff für einen atmenden Organismus bereitstellt. Wenn man die möglichen Bereiche des Luftdrucks und des Sauerstoffanteils betrachtet, stellt man fest, daß der Bereich, in dem Leben tatsächlich möglich ist, sehr beschränkt ist. Die Erfüllung so vieler Bedingungen für das Überleben innerhalb dieses engen Spielraums weist mit Sicherheit auf ein perfektes Design hin.

Die Perfektion der göttlichen Schöpfung zeigt sich wieder einmal in unserer Untersuchung des Luftdrucks, der in Harmonie mit dem Sauerstoffgehalt der Luft unserem biologischen Aufbau dient.

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