Thursday 21 September 2017

Die perfekten Bahnen im Weltall

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51:7 Bei den Himmeln (Universum) mit ihren mit Genauigkeit erschaffenen Bahnen!

Der arabische Ausdruck der als “mit ihren mit Genauigkeit erschaffenen Bahnen” übersetzten Formulierung ist “dhatu-l-hubuk”. Die Wurzel dieser Wörter beschreibt die gute Herstellung einer Sache, die stabil ist und als Kunstwerk betrachtet werden kann.

Von den ersten menschlichen Bevölkerungen bis heute hat der beflügelnde Glanz der Sterne, die unvergleichliche Beschaffenheit des Himmels die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen. Dieses vollkommene Bild hat die Menschen tief beeinflusst. Viele Gedichte und Texte in der Menschheitsgeschichte sind Beweise für die Gefühle im menschlichen Bewusstsein, die durch die außergewöhnliche Schönheit des Himmels hervor gerufen werden. Der tägliche Auf- und Untergang der Sonne und die Sterne am Himmel im Gegensatz zur sich ständig verändernden Form des Mondes erleichtern die Beobachtung des unveränderlichen Universums enorm. Mit bloßem Auge ist es unmöglich zu erkennen, dass das Universum mit Bahnen gefüllt ist. Wenn wir in der Nacht gen Himmel schauen, erscheinen selbst die Sterne als unbeweglich, die pro Minute Tausende von Kilometern hinter sich lassen. Nach der Erfindung des Teleskops und der Entwicklung der Wissenschaften wurde verstanden, dass alle Sterne und alle Objekte im Universum Bahnen folgen, genau wie es im Vers beschrieben wird. Es ist bekannt, dass es im Universum über hundert Milliarden Galaxien gibt. In jeder Galaxie befinden sich über hundert Millionen Sterne wie unsere Sonne. Von diesen gibt es einige größere und einige kleinere als unsere mittelgroße Sonne. Diese Sterne haben wie unsere Erde viele Galaxien, diese Galaxien hingegen wie der Mond viele Trabanten. All dies ist durch die Teilung eines einzelnen Punktes entstanden. Sie alle haben für sie spezielle Bahnen. Gott zeigt die Endlosigkeit seiner Macht und Kraft in diesen Erschaffungen. Er hat alles von einem einfachen Punkt aus in Gang gesetzt und zeigte, dass die Fertigkeit nicht im Punkt, sondern bei Ihm liegt. Von diesem Punkt aus hat Er außergewöhnlich viele Himmelskörper mit ihren Bahnen erschaffen. Mit all dem zeigte Er die Unendlichkeit seiner Kraft. Im Erschaffen ist für Ihn alles sehr einfach und für Ihn gibt es keine Begrifflichkeit wie Schwierigkeit. All diese Himmelskörper bewegen sich in ihren eigenen Bahnen und der Zustand des Universums ist in jeder Sekunde anders als in der vorherigen. Mit der Ausweitung des Weltalls kommt dieser Unterschied zustande, gleichzeitig bewegen sich alle Sterne, alle Galaxien, alle Trabanten in ihren eigenen Bahnen. Jeder Moment im Universum ist anders, jeder Moment eines Sterns ist anders und auch die von jeder Galaxie und allen einzelnen Trabanten…

Beweis der Beweglichkeit

 

Viele Philosophen meinten, dass die Bewegung im Universum ein Beweis für Gottes Existenz sei. Der im Bild dargestellte Thomas Aquin ist einer von ihnen.

Die Bewegung im Kosmos hat in der Menschheitsgeschichte sehr viele Denker beschäftigt. Platon meinte, dass die Quelle der Bewegung ein Schöpfer mit Bewusstsein sei. Er beschrieb das Universum mit der Existenz eines Schöpfers, der das Universum regiert und Wissen und Güte besitzt. Aristoteles wollte stattdessen hauptsächlich durch die Bewegung die Existenz Gottes beweisen. Aristoteles meinte, dass die gesamte Bewegung sich schließlich auf etwas Unbewegliches stützen muss, das den Rest in Bewegung versetzt. Den ewigen Schöpfer hat er als den bezeichnet, der alles in Gang setzte. Unter den islamischen Denkern beschrieb auch Farabi, dass die erste Ursache, der erste Anstoß die Quelle der gesamten Existenz ist, der sich nicht ändert aber die Änderungen hervor ruft. Die philosophisch-religiöse Gemeinschaft Ikhwanu Safa (Die reinen Brüder) der islamischen Welt schrieben im zehnten Jahrhundert Werke, die Enzyklopädien füllen könnten. In diesen unterstrichen die Ikhwanu Safa die Bewegung im Universum und sagten, dass es ein Beweis für die Existenz Gottes ist, dass die Welt mit ihrem Aufbau und der ständig zu beobachtenden Bewegung aus dem Nichts entstand. Er sei derjenige, der diese Bewegung in Gang setzte und weiterhin fortführt. Viele christliche Denker wie Thomas Aquin sehen auch in den Bewegungen im Universum einen Beweis für die Existenz Gottes.

 

Wenn man den Beweis für die Bewegung betrachtet, so ist es fürs Verständnis der Unendlichkeit der Kraft Gottes, der die Bewegung erschuf, noch wichtiger die Entdeckung gemacht zu haben, dass die Bewegung im Universum nicht nur in unserem Sonnensystem oder bei ein paar Sternen vorhanden ist, sondern im gesamten Universum. Dass der Vers auf eine wunderbare Weise auf die Bahnen des Universums hinweist ist von diesem Standpunkt her sehr sinnvoll. Während alle Galaxien sich als Galaxien bewegen und die Sterne in diesen Galaxien ihren eigenen Wegen folgen, bewegen sich die Galaxien in elliptischen Bahnen um die Sterne und die Trabanten um die Galaxien herum. Wenn die Bewegung nicht immanent in der Materie erschaffen wäre, so könnten wir weder in unserem Stuhl sitzen und während dem Kaffeetrinken fernsehen noch könnten der Kaffee, der Fernseher, die Sonne, unsere Erde und wir selbst existieren. All diese Schöpfungen kommen aus der Veranlagung des Universums, Bewegung zu ermöglichen. Und dass die Materie der Bewegung entsprechend erschaffen und in sie Bewegung gelegt wurde. Die Bewegungen der Sterne in ihren Bahnen und dass die Bewegung in den Galaxien um die Sterne herum vorhanden ist, sorgten dafür, dass wir und der Kaffee möglich sind, den wir vor unserem Fernseher trinken. Dass die Bewegung zahlreiche Ausprägungen ermöglichte und dass bis zu den Makroeinheiten des Universums, den Galaxien, und den Mikroeinheiten, den Atomen, eine genaue, organisierte, vollkommene Bewegung beobachtet wird, schreit die Kraft Gottes des Besitzer des Universums für diejenigen heraus, die sie verstehen wollen. Es wird sicherlich solche geben, die diesen Ausruf nicht hören werden. Der siebte Vers des 51. Kapitels weist auf die Bahnen im Universum hin. In den nachfolgenden Versen wird die Reaktion der Ableugner beschrieben, die sich in widersprüchliche Aussagen verstricken und der Wahrheit den Rücken kehren:

51:8-9 Wahrlich, ihr seid in widerspruchsvolle Rede verwickelt. Der wird davon abwendig gemacht, wer sich abwenden lässt.

 

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