Thursday 17 January 2019

Die Mondbahn

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36:39 Und für den Mond haben wir Stationen bestimmt, bis er schließlich wird wie ein alter Dattelrispenstiel.

Der Mond ist im Vergleich mit anderen Trabanten des Sonnensystems ein sehr großer Trabant. Es gibt verschiedene Theorien über die Entstehung des Mondes. Gemäß der gebräuchlichsten Theorie kollidierte unsere Erde mit einem Himmelskörper, wonach sich aus der Erdkruste ein großer Teil löste und sich zum Mond entwickelte. Auch wenn es noch nicht endgültig ist unterstützen die Informationen diese Theorie, die in letzter Zeit von der amerikanischen Sonde „Lunar Prospector“ stammen. Der kleine Kern des Mondes weist eine große Ähnlichkeit mit der äußeren Erdkruste auf.

Der Koran weist in vielen Versen auf den Mond und seine Bewegungen hin. Die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft geben uns zu verstehen, wie wichtig das Vorhandensein des Mondes für das Leben auf der Erde ist. Der Mond hat für einen Trabanten eine ziemlich große Beschaffenheit und mit seiner festgelegten Distanz stabilisiert er das Drehzentrum unserer Erde. Dadurch werden auf unserem Planeten seit Milliarden von Jahren die günstigen klimatischen Bedingungen für Leben erhalten. Einige Wissenschaftler sagen, dass dank der Anziehungskraft des Mondes die Flüssigkeit im zentralen Erdkern seine Beschaffenheit beibehält. Dies sichert zusätzlich das Magnetfeld unseres Planeten. (Wir werden im 18. und 19. Kapitel zu diesem Thema kommen.) Gäbe es dieses Magnetfeld nicht, erreichten kosmische Strahlungen direkt unsere Erde, was zur Folge hätte, dass auf der Erdoberfläche das Leben vernichtet werden würde. Gäbe es auch den Mond nicht, so wird vermutet, dass sich die Erde in zehn Stunden um sich selbst drehte. Dies bedeutet, dass Tag und Nacht komplett verändert sein werden und dass das Leben auf der Erdoberfläche einen ernsthaften Schlag erhält. Durch das Anziehen der Ozeane hat der Mond die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde verlangsamt und zu ihrer heutigen Form gebracht.

Mond und Mathematik

All diese Bildungen von der Masse des Mondes bis zu seiner Umdrehungsgeschwindigkeit entstehen durch die feinen mathematischen Berechnungen, die Gott in Seinen Schöpfungen gelegt hat. Denn Gott hat mit dem Wort “Qadr” (Schicksal) auf die im Universum verwendete Mathematik hingewiesen. Wir möchten hier nicht darauf zu sprechen kommen, dass dieses Wort aufgrund der im Namen der Religion gemachten Erfindungen falsch kommentiert wurde. Das Wort „Qadr“ bedeutet auf Arabisch „Maß“, „Maß legen“, also mathematische Anordnung. Das aus der Wurzel des Wortes „Qadr“ abgeleitete Wort „miqdar“ bedeutet Menge. Die mathematische Anordnung Gottes wird in diesem Kapitel untersuchten 39. Vers des 36. Kapitels mit dem Wort „qaddar“ beschrieben. Von der Distanz des Mondes zur Erde, seiner Masse, seiner Umdrehungsgeschwindigkeit, der gegenseitigen Anziehung mit der Erde, die Lage gegenüber der Sonne bis zu ihren Anziehungen wurde alles mathematisch fein berechnet (ihr Qadr festgelegt). Selbst eine kleine Änderung in diesen Berechnungen würde zur Ursache werden, dass das Leben auf der Erdoberfläche unterginge. Die angeführten Beispiele zum Mond zeigen uns Exemplare der mathematischen Anordnungen und Gottes planmäßige Erschaffung. Der Mond ist nicht nur der Akteur von romantischen Nächten oder die Inspirationsquelle der Dichter, sondern auch eine unabdingbare Bedingung für das Leben auf der Erdoberfläche.

Der Mond bewegt sich um die Erde und bringt viele Kräfte ins Gleichgewicht. So wie die Anziehungen der Erde und Sonne eine Rolle spielen, verhält es sich genauso mit der Anziehung der anderen Planeten. Das Maß in der Bewegungsrechnung des Mondes hängt von Hunderten unterschiedlichen Parametern ab. Für das Leben auf der Erde hingegen müssen Tausende Parameter miteinander in Einklang gebracht werden. Der Mond ist lediglich einer dieser Parameter. Gott hat ein solches System erschaffen, dass eine von den Notwendigkeiten fürs Leben auf der Erde der Mond darstellt. Um das Leben auf der Erde sicherzustellen, ist die Existenz des Mondes und seine Umlaufbahn abhängig von Hunderten mathematischen Feinabstimmungen. Letzten Endes ist dies nur eine von Tausenden erforderlichen Bedingungen für das Entstehen von Leben.

Schräger, alter Dattelrispenstiel

Die elliptische Umdrehung des Mondes um die Erde vervollständigt sich in 27 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten und 11 Sekunden. Dass das Wort Mond (Qamr) im Koran 27 Mal vorkommt ist ein weiteres Wunder des Koran. (Wir werden im Buch darauf im zweiten Teil zurückkommen, wenn wir die mathematischen Wunder betrachten.) Der Mond bewegt sich um die Erde auf einer geschlängelten Laufbahn. Während die Erde sich um die Sonne dreht, verfolgt der Mond eine schneckenförmige Bahn um die Erde herum, wobei er manchmal hinter und manchmal vor der Erde ist. Auf diese Weise besitzt der Mond eine gebogene Laufbahn um die Bahn der Erde herum. Genau wie ein sich krümmender und biegender Stiel. Der in diesem Kapitel untersuchte Vers weist uns mit dem Wort „urdschuun“ auf die Bahn des Mondes hin, was „den schrägen Dattelstiel“ ausdrückt. Der schräge, gekrümmte Stiel im Vers wird weiter mit dem Adjektiv „alt“ beschrieben, da es dünner und gekrümmter ist. Dies ist ein sehr hübscher und schöner Vergleich als Umschreibung. Damit wird die Aufmerksamkeit sowohl auf den ersten und letzten Zustand des Mondes in seinen Phasen als auch auf die Form der Laufbahn gelenkt, die der Mond um die Erde durchläuft. Es ist eine übernatürliche Eigenschaft des Verses, während die mathematische Maßlegung erwähnt wird auch den Vergleich mit dem alten, schrägen Dattelrispenstiel zu beinhalten. Mit dem Wissensniveau von damals konnten weder die mathematischen Feinheiten in der Umlaufbahn des Mondes noch die Form der Bahn des Mondes um die Erde herum gewusst werden.

 

Der Mond besitzt eine schräge, gekrümmte Bahn beim Umlauf um die Erde herum. Diese Bahn besitzt eine Form wie ein Dattelrispenstiel. Im Bild sehen Sie die Bahn des Mondes im Weltall.

 

Die Abhängigkeit des Mondes von der Sonne

91:1-2 Bei der Sonne und ihrer Helle und dem Mond, wenn er ihr folgt.

Der Koran beschreibt auf vorzügliche Weise die Laufbahn des Mondes im Universum, indem er den Vergleich des „alten, schrägen Dattelrispenstiels“ verwendet. Im oben zitierten Vers hingegen wird die Beziehung des Mondes zur Sonne erklärt. Das im Vers verwendete Wort „talaa“ übersetzten wir als „folgen“. Dieses Wort drückt die Abhängigkeit aus und sich jemandem zu fügen und nachzufolgen. Der Mond dreht sich tatsächlich als Trabant der Erde zusammen mit ihr um die Sonne und wo immer sich auch die Sonne im Universum hinbewegt, werden sich auch die Erde und der Mond dorthin bewegen. Der Mond und die Erde drehen sich um die sich fortbewegende Sonne. Das heißt, dass unsere Erde und unser Mond vollständig von den Bewegungen der Sonne abhängig sind. Indem sie der Sonne nachfolgen verändern sie ihre Lage im Universum.

Das Bewegungszentrum des Systems, in dem sich der Mond befindet, ist die Sonne. Die Erwähnung, dass der Mond der Sonne sich fügend nachfolgt, ist eine der zahllosen Wunder des Korans. Mit jedem Wunder vergrößert sich unsere Faszination umso mehr…

 

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