Friday 29 May 2020

Die Gasphase des Universums

41:11 Zusätzlich wandte Er Sich zum Himmel (Universum), welcher noch Rauch (Gas) war, und sprach zu ihm und zu der Erde: «Kommt ihr beide, willig oder widerwillig.» Sie sprachen: «Wir kommen willig.»

Bevor wir zu dieser wunderbaren Beschreibung des Koran hinübergehen, möchten wir zuerst einige Anmerkungen zur Übersetzung dieses Verses geben. Das arabische Wort, welches wir zu Beginn des Textes als “dann” übersetzten, ist “thumma”. Dieses Wort hat sowohl die Bedeutungen “zusätzlich”, “außerdem” als auch die Bedeutungen “dann”, “nachher”. Wir dachten, dass es aufgrund des Verlaufs im Vers passender wäre mit “zusätzlich”, “außerdem” zu übersetzen. Die arabische Entsprechung für das Wort “Rauch” bzw. “Gas” ist das Wort “duhan”. “Duhan” entsteht prinzipiell aus einer gasartigen Materie und kleinen Teilchen in der Luft, die mehr oder weniger stabil sind. Wir können aus dem Vers verstehen, dass das Universum eine gasartige Phase durchlaufen musste und als Ergebnis der Fügung Gottes in die nächsten Phase eingeleitet wurde, um die heutige Form des Universums und der Erde anzunehmen.

 

Wir wissen, dass unsere Erde, unsere Sonne und die Sterne nicht sofort nach der großen Explosion (Big Bang) entstanden sind. Das Universum war vor jeglicher Existenz der Sterne eine gasartige Wolke. Diese Gaswolke bestand hauptsächlich aus Hydrogen. Die zweit häufigste Materie war Helium. Die Verdichtungen und der Druck, die in dieser Gaswolke bestanden, bewirkten die Entstehung der Sterne und Galaxien. Unsere heutige Erde, unsere Sonne und die Sterne, die wir in der Nacht sehen können, waren alle ein unterer Block dieser Gaswolke. Dass wir dies heute entdecken können ist in der Geschichte der Wissenschaft ein Ergebnis von vielen aufeinander folgenden Entdeckungen, Beobachtungen und Arbeiten im Labor. Der Prophet Mohammed wurde einerseits mit Worten bekämpft und andererseits mit Schwertern zu umbringen versucht und gleichzeitig predigte er, an Gott zu glauben ohne ihm irgendwelche Partner zur Seite zu stellen. Weder das gesamte Wissen der ganzen Menschheit zu seiner Zeit noch seine persönlichen Beobachtungen hätten ihn zur Erkenntnis führen können, dass das Universum in einer Gasform war. Der Prophet Mohammed behauptete sowieso, dass er nicht aus eigenem Antrieb die Botschaft predigte, sondern die Worte überbrachte, die vom Schöpfer des Universums kamen.

 

11:49 Dies gehört zu den Berichten über das (der menschlichen Wahrnehmung entzogene) Unsichtbare, die Wir dir offenbaren. Du wusstest sie vorher nicht, weder du noch dein Volk. Sei nun geduldig. Das Ende gehört den Gottesfürchtigen.

Die fliegenden Gase werden eines Tages zu Magnolien

Wir sehen, dass die wissenschaftlichen Wunder des Koran nicht nur deshalb gepredigt wurden, damit ein Wunder geschieht und somit gesehen werden kann, dass die Worte des Koran wahr sind. Ja, mit all diesen Wundern wird bewiesen, dass der Koran von Gott gesandt wurde und dass sich kein Buch mit dem Koran vergleichen lässt. Gleichzeitig geben die Verse, die das Wunder bilden, sehr wichtige Informationen weiter. Sie weisen auf die feinen Abstimmungen in der Schöpfung, auf die Ungewöhnlichkeiten hin. Kein einzelner Koranvers sagt voraus, dass es „eines Tages einen amerikanischen Präsidenten namens Obama geben wird“.

Es ist nicht der einzige wichtige Punkt, dass der Koran auf übernatürliche Weise ein Wissen mitteilt, das zu seiner Zeit der Offenbarung vollkommen unbekannt war. Zur selben Zeit gibt er mit diesem Wort den Menschen auch eine wichtige Botschaft. Wenn wir diesen Vers (41:11) als Beispiel nehmen, so ist es ein Wunder, dass der Koran vor über 1400 Jahren erklärt, dass das Universum vorher eine Gasphase hatte. Doch dass mit einer Explosion die gesamte Materie, welche das ständig expandierende Universum bildet, nicht dem gasartigen Zustand verdonnert war und im Rahmen der von Gott in die Materie gelegten Gesetze von diesem Gas die Sterne, Galaxien, Menschen und Magnolien entstanden sind, ist ein Wunder der Schöpfung Gottes. Wenn wir also die Wunder des Koran betrachten, sollten wir sowohl bedenken, dass es ein Wunder ist, dass diese Verse beim damaligen Wissensstand offenbart wurden, als auch die Bedeutungen in den Aussagen dieser Verse nicht vergessen.

Perfekt funktionierende Gesetze

Die Entstehung der Sterne durch die Verdichtung des Gases zeigt uns, dass die Gesetze der Schöpfung auf eine sehr feine Art abgestimmt sind. Aufgrund der Schwerkraft entsteht in der Gaswolke eine Ballung und Sterne werden erschaffen. Die Schwerkraft funktioniert auf eine solche Art, dass Sterne entstehen. Aber sie geht nicht so weit und wandelt den Stern in ein schwarzes Loch um. Was ist es, dass diese Schwerkraft auf diese abgestimmte Weise zum Bewegen bringt? Weist dieses Maß, diese Balance nicht auf offensichtliche Weise auf einen Schöpfer hin? Die im Universum erschaffenen Gesetze wurden so kreiert, dass sie die Entstehung der Sterne erlauben. Auf diese Weise werden die vom Schöpfer beabsichtigten Ziele ans Licht kommen. Die Schwerkraft besitzt keine Intelligenz und kein Bewusstsein, so dass sie selbst der Grund sein konnte für all diese vollkommenen Formationen. Welche Verschwendung, welche Hässlichkeit und welch ein Chaos würde regieren, wenn der Schöpfer die Schwerkraft nicht kreiert hätte und die Sterne, die Galaxien und der Mond mit dicken Ketten gebunden und an Ort und Stelle fixiert wären? Der Schöpfer hat durch die Erschaffung des Schwerkraftgesetzes das Problem sehr schön gelöst. Isaac Newton (1642-1724), der dachte, dass die Schwerkraft ein von Gott ins Universum gelegtes Gesetz ist, war der erste Entdecker von ihr. Doch auch er wusste wie viele Physiker nicht, dass das Universum zu Beginn eine Gasphase durchlief. Weder vor noch tausend Jahre nach dem Koran…

Nach Newton wurde die Idee in den Raum geworfen, dass die Sonne durch die Verdichtung einer Gaswolke entstanden ist. Beispielsweise behauptete Laplace in seinem in 1796 gedruckten Buch „Die Beschreibung der Weltsysteme“, dass die Sonne durch die Verdichtung der Gaswolke mittels der Schwerkraft entstanden sei und die Erde sich von der Sonne losgelöst habe. Danach hatte der englische Physiker Clerk Maxwell mittels mathematischen Betrachtungen der Idee widersprochen, dass sich die Erde von der Sonne losgelöst habe. Im Jahre 1943 entwickelten Weizsocker, danach Ter-Haar, Chandiosekhor und Kuiper Theorien. Die Beobachtungen mit den Teleskopen am Mount Wilson und Palamar wurden in der Diskussion miteinbezogen (im Koran gibt es keine Erklärung dazu, ob sich die Erde von der Sonne losgelöst hat oder nicht). Ob sich die Erde von der Sonne getrennt hat oder nicht wurde zu einer umstrittenen Angelegenheit, doch dass das Universum vorher in einem gasartigen Zustand war wurde nicht bestritten. Gott hat die uns wärmende Sonne, die blauen Ozeane, die Noten der Musik, die Geschmäcker der Nahrungsmitteln aus der sich schnell loslösenden Gaswolke erschaffen.

80:12 Wer nun will, gedenkt seiner (Koran).

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