Wednesday 12 December 2018

Die Botschaft von den Erdbeben und schwere Lasten

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Wenn die Erde stark erschüttert wird

Und die Erde ihre schweren Lasten herauswirft

Und der Mensch fragt: „Was ist mit ihr passiert?“

An dem Tag wird sie ihre Information preisgeben.

99 – Das Erdbeben, 1-4

 

Das arabische Wort „zilzal“ bedeutet Erdbeben. Die oben genannten Verse sind zitiert aus der Sure „Das Erdbeben“. Von diesen Versen wird geglaubt, daß sie sich zu Recht auf das Erdbeben beziehen, das am Ende der Welt erwartet wird; wir sollten jedoch ihren weiteren Sinn genau beachten, der Erdbeben im allgemeinen beschreibt. Der vierte Vers kündigt an, daß die Menschen an jenem Tag informiert werden. Ein schreckliches Unglück wie ein Erdbeben ruft den Gedanken an Zerstörung hervor, die materielle Schäden und körperliche Verletzungen mit sich bringt und zu allgemeinem Grauen und Panik führt. Diese Ankündigung muß die Zuhörer bestürzt haben.

 

Eine Verbindung zwischen Erdbeben und dem Wissen um bestimmte Dinge schien den Menschen bis zum letzten Jahrhundert undenkbar. Heute besitzen wir dank der Erdbeben eine große Menge Daten bezüglich der Erde unter unseren Füßen. Der kürzeste Radius von der Stelle, an der wir uns befinden, bis zum Zentrum der Erde beträgt über 6000 km, eine Distanz, die wir nie überwinden können. Ein Erdbeben gewährt tatsächlich Informationen über den Teil der Erde, den wir nicht erreichen können. (Es ist natürlich möglich, daß die Menschen während des Erdbebens am Ende der Welt über weitere Themen aufgeklärt werden, die nicht von Ihm vorausgesagt wurden. Wir behaupten keinesfalls, daß die Bedeutung des Verses auf unsere Interpretation beschränkt ist.)

 

Lasten der Erde

Der zweite Vers der Sure Erdbeben ist insofern interessant, daß er sich auf die Lasten der Erde bezieht. Jahre sind vergangen, und die Menschen haben nicht verstanden, welche Lasten das sein könnten. Nach der weithin akzeptierten Interpretation bezog sich die Sure auf das Erdbeben am Ende der Welt, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden und im Boden versteckte Schätze an die Oberfläche gelangen würden. Erwähnungen von Erdbeben im Koran tragen dazu bei, daß wir sie besser einschätzen können. Vergessen wir nicht, daß die Menschen damals glaubten, die Erde ruhe auf den Hörnern eines Ochsen oder auf einem Fisch, dessen Schwanzbewegung Erdbeben hervorrufe (der Kommentar von Ibn Kethir ist ein Beispiel dafür). Die Tatsache, daß der Koran solche falschen Vorstellungen nicht erwähnt, ist ein weitere Hinweis seines übernatürlichen Charakters.

Je mehr wir über die Inhalte des Koran und über das Universum wissen, umso mehr schätzen wir Gottes Kunstfertigkeit und die Vollkommenheit Seiner Religion.

 

9 – Sprich: „Sind jene, die wissen, denen gleich, die nicht wissen? Nur verständige Menschen nehmen Obacht.“

39 – Das Gewimmel, 9

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