Thursday 14 November 2019

Boden, der vibriert und anschwillt, wenn er zum Leben erwacht

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5- … Und du siehst die Erde öd und leblos, aber wenn Wir Wasser auf sie schütten, vibriert sie, schwillt sie an und bringt alle Arten wunderschönen Wachstums in Paaren hervor.

22- Die Pilgerfahrt, 5

Es ist allgemein bekannt, daß es ohne Luft und Wasser kein Leben gibt. Fällt jemals jemandem auf, daß der Boden ebenso eine Vorbedingung für das Leben ist? Der Boden entwickelt sich ständig. Über Tausende von Jahren wurde er, besonders durch die Einwirkung des Wassers, durch die Erosion der Erdkruste umgeformt. Da diese Erosionsrate im Festgestein 0,01 mm pro Jahr beträgt (in wärmeren Regionen bis zu 20mm), geschieht diese Veränderung unmerklich. In diesem Verwandlungsprozeß steigt die Erde von der anorganischen Welt der Mineralien auf zu einer organischen Sphäre. In einem fruchtbaren Stück Erde von einem Kubikmeter befinden sich etwa 30 Millionen Bakterien. Der oben genannte Vers bezieht sich auf Reaktionen, die sich nach dem Regen nacheinander ereignen. Das Vibrieren und Anschwellen des Bodens wurde zunächst für einen bildlichen Ausdruck gehalten. Aber die als Brownsche Bewegung bezeichnete Entdeckung von Erdbewegungen durch den schottischen Botanikers Robert Brown war ein weiterer Beweis [ich würde höchstens sagen ein weiteres Indiz] der wunderbaren Einsichten des Korans. Im Koran werden drei Phasen genannt:

  1. das Vibrieren der Erde
  2. das Anschwellen der Erde
  3. die Produkte der Erde in Paaren

1) In der ersten Phase beginnen mit dem Fallen von Regen Partikel in der Erde sich zu bewegen. Regentropfen, die zufällig auf die Erde fallen, bewegen sich in alle Richtungen. Die Partikel sind elektrisch geladen. Sie sind positiv geladen, wenn die elektrische Ladung sinkt, und negativ geladen, wenn die elektrische Ladung steigt. Wenn das Wasser auf sie trifft, beginnen die Partikel zu vibrieren. Robert Brown, der dieses Phänomen 1828 entdeckte, nannte die Bewegung „Brownsche Bewegung“.

2) Der zweite Punkt bezieht sich auf die Vergrößerung der Erdpartikel, wenn sie Wasser absorbieren. Erdpartikel bestehen aus verschiedenen Schichten. Zwischen diesen Schichten befinden sich Zwischenräume, die die Wasserpartikel und darin gelösten Ionen eindringen lassen. Wenn Wasser und die nährenden Elemente sich darin auflösen, verteilen sie sich zwischen den Schichten, was zum Anschwellen der Größe der Erdpartikel führt. Die Eigenschaft des Bodens, das Wasser aufzunehmen, hindert dieses daran, tiefer zu sickern, was das Leben der Organismen und Pflanzen ermöglicht.

3) Die dritte Phase bezieht sich auf das Keimen der Samen. Wie der Vers erwähnt, hat der Prozess der Fruchtbarmachung begonnen. Der Boden, der tot schien, erwacht durch Wasser zum Leben und lässt seinerseits die Vegetation leben, die zu sprießen beginnt.

Es gibt viele Bezüge auf die Erschaffung der Pflanzen. Parallelen werden gezogen zwischen der Erschaffung und Wiederherstellung des Lebens der Pflanzen und der Wiederauferstehung von den Toten. Die Periode, in der eine Pflanze zu sprießen beginnt, wird mit der Jugend verglichen, die Periode des Reifens der Pflanze mit der Pubertät und schließlich der Reife. [im deutschen sind Jugend und Pubertät eigentlich zu ähnlich, so daß es nicht richtig Sinn macht ] So wie ein Mensch schwächer und gebrechlicher wird, wenn er älter wird, und Falten auf seinem Gesicht erscheinen, so trocknen Pflanzen aus und verlieren ihren Glanz. Wenn sie sterben, vermischen sie sich mit der Erde, genau wie die Leiche eines Menschen. So wie Pflanzen erneut wachsen, werden die Menschen von den Toten auferstehen. So wie Gott die Pflanzen jedes Jahr sterben läßt und sie neu wachsen läßt, wir Er die Menschen von den Toten auferstehen lassen.

33- Ein Zeichen für sie ist das tote Land. Wir beleben es neu und erzeugen aus ihm Körner, die sie essen.

36-Ya-Sin, 33

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