Friday 19 April 2019

Berge wie Pflöcke

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78:6 Haben Wir die Erde nicht bewohnbar gemacht?

78:7 Und die Berge wie Pflöcke?

 

Die Berge werden im Koran oft erwähnt. Der Vergleich mit den Pflöcken erscheint außergewöhnlich angesichts geologischer Entdeckungen des letzten Jahrhunderts. Die Berge, die wir auf der Erdoberfläche wahrnehmen ruhen auf einer unermesslichen Gesteinsschicht, die 10 bis 15mal so tief sein kann, wie der Teil der auf der Erdoberfläche zurückbleibt. Zum Beispiel besitzt der höchste Berg der Erde, dessen Gipfel eine Höhe von 9 km über dem Boden erreicht, eine Unterlage die ungefähr 125 km tief in die Erde reicht. Für einen Pflock, der in der Lage sein soll, seine Funktion zu erfüllen, ist die Länge des Stückes, das in der Erde steckt, ausschlaggebend. Das gleiche gilt für die Berge.

 

Es gibt auch Berge die sich aus dem Meeresgrund erheben, die auch diesen Untergrund haben. Diese Grundlagen unterstützen den sichtbaren teil der Berge im Einklang mit dem Archimedischen Prinzip. Diese Untergründe waren bis vor ein paar Jahrhunderten unbekannt, geschweige denn in der Zeit des Propheten. Der Vergleich im Koran ist wieder einmal eine wunderbare Aussage.

 

Die Funktion der Berge

In geologischen Lehrbüchern. die nicht erneuert wurden, ist keine Information darüber zu finden, welche Rolle die Berge spielen, nämlich die Rolle die Erdkruste zu stabilisieren. es gibt jedoch einige Veröffentlichungen zu diesem Thema.

Das Buch mit dem Titel “Erde” ist eines der vielen, die jetzt auf dem Markt sind. Frank Press, der Autor des Buches, ist der Präsident der Wissenschaftlichen Akademie, Berater von Jimmy Carter, ehemaliger Präsidenten der USA. Der Autor vergleicht den größeren Teil der Berge unter der Erdoberfläche mit Keilen. In seinem Buch erklärt Dr. Press die Funktion der Berge, indem er ein spezielles Augenmerk auf ihre wichtige Rolle, die Erdkruste zu stabilisieren, wirft. Diese Information passt genau zu der Aussage des Koran:

21:31 ” Wir haben auf der Erde feste Berge geschaffen, damit sie nicht mit ihnen wankt”

Genau genommen schwimmt die Erdkruste auf einer Flüssigkeit. Die äußerte Schicht der Erde erstreckt sich 5 km von der Oberfläche. Die Tiefe der Bergschichten gehen bis zu 35 km hinunter. Deshalb sind die Berge wie Pflöcke, die in die Erde gerammt sind. Genauso wie die Pflöcke dazu benutzt werden, ein Zelt am Boden zu befestigen, genauso geben diese Pflöcke der Erdkruste Halt. Berge sind die Folge von Kollisionen zwischen den Schichten der Erdkruste; das Ergebnis des Vordringens einer Erdschicht in eine andere. Diese Gesteinsschichten , die tiefer und tiefer gehen, ermöglichen es den Schichten der Erdkruste sich zu integrieren.

Die Isostasie wird im Webster’s Third New Twentieth Century Dictionary folgendermaßen beschrieben:

” Isostasie ist der Gleichgewichtszustand der Erdkruste, erhalten durch eine nachgiebige Bewegung von Gesteinsmaterial unterhalb der Oberfläche bei Gravitationsdruck und bei annähernder Gleichheit der Masse von jedem Teil der Erdsäulen von der Oberfläche bis zu einer Tiefe von etwa 100 km.”

Isostasy is the general equilibrium in the earth’s crust, maintained by a yielding flow of rock material beneath the surface under gravitate stress, and by the approximate equality in mass of each unit column of the earth from the surface to a depth of about 100 km.”

Es versetzt uns in Ehrfurcht, dass zu einer Zeit, als die Berge als bloße Erhebungen angesehen wurden, der Koran auf die für das Auge unsichtbaren Bergschichten und ihre Rolle zur Stabilisierung hinweist.

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